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5 Schritte wie du schneller zum Orgasmus kommst

Orgasmus – dieses kleine Wort trägt so viel Bedeutung, so viele Erwartungen und manchmal auch so viel Druck mit sich. Vielleicht kennst du das: Du liegst mit deinem Partner oder deiner Partnerin im Bett, die Stimmung ist gut, aber irgendwie will sich der Höhepunkt einfach nicht einstellen. Oder du brauchst gefühlt eine Ewigkeit, während du im Kopf schon die To-do-Liste für morgen durchgehst. Damit bist du nicht allein – Studien zeigen, dass etwa 75 Prozent aller Frauen nicht allein durch Penetration zum Orgasmus kommen und viele sich mehr Zeit nehmen müssen als ihre männlichen Partner. Das ist völlig normal und hat nichts mit einem „Defizit“ zu tun. Dein Körper funktioniert genau so, wie er soll. Die gute Nachricht: Es gibt wissenschaftlich fundierte Strategien, die dir helfen können, schneller und intensiver zum Höhepunkt zu kommen – und das Beste daran: Sie beginnen alle bei dir selbst.

1. Lerne deinen Körper wirklich kennen – durch bewusste Selbstliebe

Der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu intensiveren und schnelleren Orgasmen führt über dich selbst. Selbstbefriedigung ist nicht nur „Notlösung“ für Single-Abende – sie ist der Schlüssel zu deinem sexuellen Wohlbefinden. Nur wenn du weißt, welche Berührungen, welcher Druck und welches Tempo dich erregen, kannst du das auch in einer Partnerschaft kommunizieren.

Nimm dir bewusst Zeit für dich. Schaffe eine entspannte Atmosphäre – vielleicht mit Kerzenlicht, leiser Musik oder einfach in der warmen Badewanne. Erforsche deinen Körper ohne Zeitdruck und ohne das Ziel, unbedingt zum Orgasmus kommen zu müssen. Achte darauf, was sich gut anfühlt: Ist es kreisende Bewegung an der Klitoris? Indirekter Druck über die Schamlippen? Eine Kombination aus innerer und äußerer Stimulation?

Studien der Indiana University zeigen, dass Frauen, die regelmäßig masturbieren, nicht nur häufiger, sondern auch schneller zum Orgasmus kommen – sowohl allein als auch mit Partner. Der Grund: Sie kennen ihre „Landkarte der Lust“ und können gezielt dorthin navigieren.

2. Trainiere deinen Beckenboden – die unterschätzte Superpower

Dein Beckenboden ist weit mehr als nur die Muskulatur, die deine Organe stützt. Er ist direkt mit deiner sexuellen Empfindungsfähigkeit verbunden. Ein gut trainierter Beckenboden kann die Durchblutung im Genitalbereich verbessern, die Empfindsamkeit steigern und zu intensiveren Kontraktionen während des Orgasmus führen.

Die gute Nachricht: Beckenbodentraining ist einfach und kann überall durchgeführt werden – im Büro, in der U-Bahn, beim Warten an der Supermarktkasse. Die klassischen Kegel-Übungen funktionieren so:

  • Spanne die Muskeln an, die du nutzen würdest, um den Urinstrahl zu unterbrechen
  • Halte die Spannung für 5-10 Sekunden
  • Entspanne für die gleiche Zeit
  • Wiederhole das 10-15 Mal, dreimal täglich

Eine Studie im Journal of Sexual Medicine zeigte, dass Frauen nach einem 12-wöchigen Beckenbodentraining signifikant häufiger und leichter zum Orgasmus kamen. Einige Teilnehmerinnen berichteten sogar von völlig neuen Empfindungen und intensiveren Höhepunkten.

3. Bring deinen Kopf ins Spiel – Mindfulness und Fantasie

Das größte Sexualorgan sitzt zwischen deinen Ohren – nicht zwischen deinen Beinen. Dein Gehirn entscheidet maßgeblich darüber, ob und wie schnell du zum Orgasmus kommst. Wenn du während des Sex an deine Steuererklärung denkst oder dich fragst, ob du die Waschmaschine ausgestellt hast, wird dein Körper nicht die nötige Erregung aufbauen können.

Hier kommt Mindfulness ins Spiel: Sexuelle Achtsamkeit bedeutet, vollständig im Moment präsent zu sein und dich auf die körperlichen Empfindungen zu konzentrieren. Wenn deine Gedanken abschweifen – und das werden sie, das ist normal – lenke sie sanft zurück zu dem, was du gerade fühlst. Wie fühlt sich die Berührung an? Welche Temperaturen spürst du? Welche Gerüche nimmst du wahr?

Fantasien können ebenfalls ein kraftvolles Werkzeug sein. Sie erlauben deinem Gehirn, in einen erregten Zustand zu kommen und dort zu bleiben. Was dich erregt, ist völlig individuell und unterliegt keiner Bewertung. Ob romantische Szenarien, verbotene Gedanken oder einfach die Erinnerung an besonders gute Erlebnisse – erlaube dir, diese Bilder zuzulassen, ohne dich dafür zu verurteilen.

4. Sprich über das, was du brauchst – Kommunikation ist sexy

Viele Frauen warten darauf, dass ihr Partner oder ihre Partnerin intuitiv weiß, was sie brauchen. Spoiler: Das funktioniert selten. Jeder Körper ist anders, und was bei deiner Ex-Freundin oder in Pornos funktioniert, muss nicht für dich gelten. Kommunikation ist kein Stimmungskiller – sie ist der Turbo für euer Sexleben.

Das muss nicht in einem ernsten Gespräch bei Kerzenschein passieren. Du kannst im Moment selbst Anleitungen geben:

  • „Genau so, das fühlt sich unglaublich an“
  • „Etwas langsamer, ich genieße das“
  • „Kannst du hier mehr Druck machen?“
  • „Ich würde gerne ausprobieren, wenn du…“

Positive Verstärkung wirkt Wunder. Anstatt zu kritisieren, was nicht funktioniert, zeige Begeisterung für das, was gut ist. Das ermutigt deinen Partner und schafft eine Atmosphäre, in der du dich sicher genug fühlst, loszulassen.

5. Ergänze mit Hilfsmitteln – Toys sind deine Freunde

Sexspielzeug ist längst kein Tabu mehr – und das aus gutem Grund. Vibratoren, insbesondere solche, die für klitorale Stimulation konzipiert sind, können ein echter Game-Changer sein. Die Klitoris hat über 8.000 Nervenenden – mehr als jede andere Stelle am menschlichen Körper – und reagiert besonders gut auf rhythmische Vibration.

Das Einbinden von Toys in das gemeinsame Liebesspiel bedeutet nicht, dass dein Partner oder deine Partnerin „nicht genug“ ist. Es bedeutet, dass ihr gemeinsam neue Wege der Lust erkundet. Viele Paare berichten, dass die Nutzung von Toys zu mehr Intimität und Offenheit geführt hat.

Wenn du noch keine Erfahrung mit Toys hast, starte mit etwas Einfachem: Ein kleiner, handlicher Vibrator mit verschiedenen Intensitätsstufen ist ein guter Einstieg. Experimentiere erst allein damit, bevor du ihn in die Partnerschaft einführst – so weißt du bereits, was dir gefällt.

Abschließend möchten wir dir eine wichtige Botschaft mitgeben: Dein Orgasmus gehört dir. Er ist kein Leistungsnachweis, keine Pflicht und kein Wettbewerb. Manche Tage wirst du schnell kommen, an anderen gar nicht – und beides ist absolut in Ordnung. Der Weg ist mindestens genauso wichtig wie das Ziel. Wenn du aufhörst, Druck zu machen, und anfängst, neugierig zu erforschen, wirst du vielleicht feststellen, dass der Orgasmus sich ganz von selbst einstellt. Und falls nicht? Dann hattest du hoffentlich trotzdem eine verdammt gute Zeit.

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