Friedensnobelpreis 2011 für drei Frauenrechtlerinnen

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Die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, die ebenfalls aus Liberia stammende Frauenrechtlerin Leymah Gbowee und die jemenitische Frauenrechtlerin Tawakkul Karman wurden 2011 vom Nobelkomitee mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Durch die Verleihung des Friedensnobelpreises 2011 an Frauenrechtlerinnen wird erstmals in der aufgezeichneten Geschichte die friedliche Frauenbewegung anerkannt und belohnt.

 

Menschinnenrechte

Jede hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

Artikel 3, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948

 

Frauenrechtsbewegung
Erste Ansätze einer Frauenrechtsbewegung entstanden im Zeitalter der Aufklärung gleichzeitig mit dem Beginn bürgerlicher Emanzipationsbestrebungen. Grundgedanke war die Gleichheit aller Menschen, wie sie beispielsweise im Laufe der französischen Revolution proklamiert wurde. So forderte Olympe de Gouges mit ihrer Déclaration des droits de la Femme et de la Citoyenne bereits 1791, also kurz nach der Deklaration der Menschen- und Bürgerrechte (1789), dieselben Rechte und Pflichten für Frauen ein. Denn Formulierungen von Menschen- und Bürgerrechten galten zu diesem Zeitpunkt nur für Männer.

Olympe de Gouges wurde monatelang in verschiedenen Revolutionsgefängnissen eingekerkert und am 3. November 1793 auf dem Place de la Concorde (Platz der Eintracht) in Paris hingerichtet, das Urteil wurde durch die Guillotine vollstreckt. Olympe de Gouges büßte auch für ihren Einsatz für die Rechte der Frau. Man empfand darin eine unerwünschte Einmischung in die den Männern vorbehaltene Politik.

pml

 

   

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